Feierstunde für die Germania

Bereits zum zweiten Mal ließ sich unser Denkmal in der Ortsmitte vor der Turnhalle feiern.
Die erste Feierstunde mit Enthüllung fand am 6.Juli 1890 statt. In den letzten 129 Jahren hatte die Germania viel zu erdulden: Das Schwert wurde ihr genommen, eine Hand abgeschossen, der Sockel angefahren, die Haarpracht und der Lorbeerkranz zerbröselten und tiefe Risse durchsetzen ihre Gestalt. Sporen und Moos als Zeichen des Wettereinflusses veränderten ihre Optik und mehrmals wurde sie in der Hexennacht verkleidet. Vor Beginn der Sanierungsarbeiten wurde über einen anderen Platz der Statue nachgedacht, doch ließ sich die Denkmalbehörde nicht auf einen Umzug ein.
Der Ortsgemeinderat stellte Gelder bereit mit der Sanierungsmaßnahme konnte begonnen werden. Schnell stellte sich heraus, dass die vorgesehenen Finanzmittel nicht ausreichen würden. Aufwändiger wurden die Arbeiten an der Figur, die Aufarbeitung der Inschriften und die Wiederherstellung der Sandsteinumrandung am Sockel. Glücklicherweise gab es Spender, die das Vorhaben unterstützten, 1.000 Euro steuerte der Verein Pro Ingelheim e.V. zu, weitere 1.000 Euro kamen durch Privatspenden zusammen. Die Kyffhäuser Kameradschaft beteiligte sich mit 3.500 Euro sowie einem Arbeitseinsatz. Dem TSV sei ebenfalls für die Hilfestellung gedankt.
Das restaurierte Denkmal erstrahlt in neuem Glanz und ist ein Blickfang für unsere Ortsmitte, darüber waren sich die Spenderinnen und Spender bei der Feierstunde einig.
Allen Beteiligten nochmals ganz herzlichen Dank, Ihr Einsatz für unsere Germania hat sich gelohnt.

Sybille Vogt, Ortsbürgermeisterin

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Helga Eckert und Christian Jäckel