Am 26.03.2018 kam eine Meldung von der Polizei, dass ein verletztes Reh ca. 300 Meter vom Wackernheimer-Kreisel, in Richtung Süden, krank gesichtet wurde. Das Reh wurde nachgesucht und von seinem Leiden erlöst.

Am 12.04.2018 meldete eine Bürgerin ein totes Reh in der Brache hinter dem Reitplatz in Wackernheim. Der Fund war erschreckend. Es handelte sich ebenfalls um einen etwas jüngeren Rehbock.

Beide Rehböcke zeigten Bissverletzungen die durch freilaufende Hunde angetragen wurden.



Um Konflikte zwischen Naturschützern und Hundeführern zu vermeiden, weisen wir nochmals darauf hin, dass unbeaufsichtigte, umherlaufende Hunde oder nicht angeleinte Hunde, die sich nicht jederzeit sicher im Einwirkungsbereich des Hundeführers befinden zur Gefahr, nicht nur für andere Tiere, sondern auch für Menschen werden können.

Die Gesetzeslage ist wie folgt geregelt:
Gefahrenabwehrverordnung:
Paragraf 1, Absatz 2: Als gefährliche Hunde im Sinne dieses Gesetzes gelten Hunde, die durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie Wild oder Vieh hetzen oder reißen.
Folge: Anlein- und Maulkorbpflicht.

Landesjagdgesetz:
Paragraf 48, Absatz 2, Punkt 19: Vorsätzlich oder fahrlässig handelt, wer Hunde außerhalb der befugten Jagdausübung unbeaufsichtigt in einem Jagdbezirk laufen lässt.
Anmerkung: Als unbeaufsichtigt gilt ein Hund wenn er außerhalb der Einwirkung seines Herrn ist und dieser auf das Verhalten des Hundes nicht mehr einwirken kann oder nicht einwirken will.
Folge: Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.

Generell ist anzumerken, dass im Naturschutzgebiet Anleinpflicht für Hunde besteht und nur öffentliche Wege genutzt werden dürfen.
Die Brut und Setzzeiten beginnen!
Die Ricken (weibliches Rehwild) setzen ihre Jungen Mitte Mai bis Anfang Juni. Somit sind auch Kitze leichte Beute für kleinere Hunde die ihrem Naturinstinkt nachgehen.
Wir bitten sie dringendst auf den öffentlichen Wegen zu bleiben und keine Hecken oder Wiesen mit Hunden zu durchstöbern.

Wir würden es begrüßen, wenn Bürgerinnen und Bürger freilaufende und wildernde Hunde den Ordnungsbehörden anzeigen.

Ortsgemeinde Wackernheim und die Jagdpächter