Die ersten Rehkitze sind gesetzt.

Wir möchten darauf hinweisen, dass zur Zeit die Ricken (weibliches Rehwild) hochtragend sind und die ersten Kitze gesetzt (geboren) wurden. In vielen Fällen sind es zwei Kitze.
Um Konflikte zwischen Naturschützern und Hundeführern zu vermeiden, bitten wir die Hundeführer um ganz besondere Achtsamkeit.
Hunde haben einen natürlichen Jagdinstinkt und Kitze sind für freilaufende Hunde eine leichte Beute. Deshalb ist es die Pflicht eines Hundeführers, den Hund an der Leine zu führen, wenn er nicht unter Kontrolle ist. Dieses gilt im ganz besonderen Maße für hochläufige Hunde.

Die Gesetzeslage ist wie folgt geregelt:
Gefahrenabwehrverordnung:
Paragraf 1, Absatz 2: Als gefährliche Hunde im Sinne dieses Gesetzes gelten Hunde, die durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie Wild oder Vieh hetzen oder reißen.
-> Folge: Anlein- und Maulkorbpflicht.

Landesjagdgesetz:
Paragraf 48, Absatz 2, Punkt 19: Vorsätzlich oder fahrlässig handelt, wer Hunde außerhalb der befugten Jagdausübung unbeaufsichtigt in einem Jagdbezirk laufen lässt.
Anmerkung: Als unbeaufsichtigt gilt ein Hund, wenn er außerhalb der Einwirkung seines Herrn ist und dieser auf das Verhalten des Hundes nicht mehr einwirken kann oder nicht einwirken will.
-> Folge: Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.

Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, freilaufende und wildernde Hunde zu melden.

Jagdgenossenschaft Wackernheim